Waldbronn wird schneller: Telekom startet Netzausbau

  • 13 Kilometer Glasfaser und 26 Verteilerkästen voll intelligenter Techn
  • 700 Haushalte können Ende 2015 auf die Datenautobahn.

Jetzt geht es los: Die Deutsche Telekom hat mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen in Waldbronn begonnen. Die Telekom wird rund 13 Kilometer Glasfaser verlegen und 26 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und mit modernster Technik ausstatten. Das neue VDSL-Netz erreicht Bandbreiten bis zu 50 MBit/s und wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

„Gut, dass es nun los geht“, sagt Bürgermeister Franz Masino. „Unsere Bürgerinnen und Bürger können es kaum erwarten, bis die schnellen Internetanschlüsse endlich zur Verfügung stehen. Hohes Tempo im Internet ist heute unverzichtbar – beruflich und privat.“ Der Bürgermeister ist aus einem weiteren Grund erleichtert: „Da die Telekom die Kosten des Ausbaus voll übernimmt, können wir unsere Mittel an anderer Stelle investieren.”

„Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben“, sagt Frank Bothe, Leiter der Telekom Niederlassung Süd. „Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internet-Anschluss ist, deshalb treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau nach Kräften voran. Steht das schnelle Netz, hat Waldbronn als Adresse für junge Familien wie als Standort für Freiberufler wie für Gewerbebetriebe einen enormen Vorteil.“ Die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die der Telekom in Waldbronn und anderen Teilen des Landkreises Karlsruhe den Einsatz der Vectoring-Technik bis März 2017 untersagt, hat für Bothe keinerlei Einfluss auf den geplanten Eigenausbau.

„Wir bauen jetzt und wollen noch in diesem Jahr VDSL mit einer Geschwindigkeit von bis 50 MBit/s anschalten. Ob 2017 dann auf bis zu 100 MBit/s hochgeschaltet werden kann, wird in zwei Jahren entschieden. Die technischen Voraussetzung sind da“, sagt Bothe.

Der Ausbau in Waldbronn ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive: Jedes Jahr investiert die Telekom bis zu vier Milliarden Euro in den Breitbandausbau.

Wie VDSL funktioniert

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Sie nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und

Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.

Je näher die Glasfaserleitung an die Teilnehmeranschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Die Glasfaser transportiert das Datensignal bis zum Multifunktionsgehäuse (MFG), dem großen grauen Kasten am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Von hier aus wird das Signal über das Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Dafür wird Bandbreite benötigt

Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen – auch in HD-Qualität (High Definition) – ist über diesen Anschluss gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming- Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei.

Die Deutsche Telekom baut seit 2006 VDSL aus. Derzeit können rund zwölf Millionen Haushalte das Hochgeschwindigkeitsnetz nutzen. Bis Ende 2016 werden es rund 24 Millionen Haushalte sein.